Der Geniestreich dieses Hebstes
12. Dezember 2007
Der Geniestreich dieses Herbstes
12.12.2007
Mit dem Kriminalroman „Tannöd“ landete die Debütautorin Andrea Maria Schenkel gleich ganz oben auf den Bestsellerlisten. Doch wer ist diese Frau, die mit ihrem Schreibdebüt gleich einen Bestseller landete? Andrea Schenkel ist dreiundvierzig Jahre jung und hat drei Kinder. Sie lebt in der Nähe von Regensburg auf einem abgelegenen Bauernhof. Nur durch ihren gut strukturierten Tagesplan konnte sie vor zwei Jahren ihren Haushalt und ihre Familie vom Schreiben trennen um ihren Roman zu Ende zubringen. Mit diesem Erstlingswerk erhielt Andrea Schenkel in diesem Jahr den Deutschen Krimipreis, sowie den Friedrich-Glauser-Preis. Außerdem rettete sie durch die große Nachfrage auf das Buch den Verlag, der bis dato rote zahlen schrieb, vor dem Bankrott. Der Inhalt ist kurz beschrieben. Die Bewohner eines abgelegenen Bauernhofes werden erschlagen aufgefunden. Das besondere daran ist. Dass der Leser nicht nur direkt Zeuge des Verbrechens wird, sondern den Mörder auf schritt und tritt begleitet ohne dessen Identität zu erkennen. Außerdem ist dieser Kriminalroman in zweierlei Dingen besonders. Zum einen wird der Tathergang nicht in chronologischer Reihenfolge beschrieben und zum anderen werden die Eindrücke der Dorfgemeinschaft in Form von einem Interview beschrieben, wobei sich herauskristallisiert, dass diese Familie nicht sehr beliebt in der Dorfgemeinschaft war und eher als eine Eigenbrötler-Familie galt . Des Weiteren wird der Tathergang und die eigentliche Geschichte von einem distanziertem Er/Sie-Erzähler erzählt. Eine weitere Besonderheit des Buches ist der, dass das Buch in drei Kategorien zusammengefasst wurde. Einmal der Tathergang dann die Interviews und immer wieder Einschübe von Gedichten. Daher empfehle ich jedem interessierten Krimileser sich dieses Buch zu kaufen, da es durch seine besondere Struktur und Aufbau sich von anderen Kriminalromanen abhebt und ein ganz neues Lesegefühl schafft und sogar auf einer wahren Begebenheit basiert. Außerdem kann man gespannt sein auf ihr neues Werk und ich bescheinige der Autorin eine rosige Zukunft und hoffe auf viele neue Werke.
Kai Redeker